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50 Wege zur Geschäftsidee

Posted on | Juni 7, 2011 | 1 Comment

Wir haben hier im Büro ein bisschen rumgesponnen. Schließlich sind wir alle sehr gründungsaffin. Wir haben überlegt, welche Wege wir bisher beschritten haben, um unsere jeweiligen Geschäftsideen zu entwickeln, zu verbessern, zu ergänzen oder umzuwerfen.

Wir haben auch überlegt, welche Gründungsmodelle wir tatsächlich kennen. Und welche realistisch sind. Entstanden ist eine Liste, die aus unserer Sicht zumindest Anstöße zum Nachdenken gibt. Über das eine oder andere Thema habe ich schon selbst geschrieben. Dennoch erspare ich mir hier längere Ausführungen. Oft habe ich Links gesetzt, um auf Texte, die sich intensiver mit dem jeweiligen Modell beschäftigen, hinzuweisen. Ebenso gibt es Links auf Beispiele, die ich exemplarisch für den jeweiligen Weg finde. Ich freue mich über Ergänzungen, Vorschläge oder Kritik.

  1. Das Copycat-Modell: Such Dir ein erfolgreiches Vorbild. Kopiere es so gut, dass Du besser bist als das Original
  2. Das Trend-Modell: Definiere Zukunftstrends. Wie kannst Du darauf mit einem Produkt reagieren?
  3. Design-Thinking: Produktfindung als kreativer Prozess
  4. Gründen in Komponenten: Vorhandenes neu zusammenfügen
  5. Gründen nach Talent und Persönlichkeit: Was kannst Du am besten? Was passt am besten zu Dir?
  6. Das Prosumenten-Prinzip: Lass dem Kunden die Möglichkeit, das Produkt zu gestalten (MyMuesli, MyPerfuem etc.)
  7. VC Gründung: Die anderen haben das Geld und die Idee. Du hast die Zeit und die Energie
  8. Die Hype-Methode: Mach eine Firma für Schaufeln auf, wenn der nächste Goldrausch naht
  9. Das Material-Modell: 70 Prozent der Innovationen gehen von neuen Materialien aus
  10. Das Uni-Modell: Aus dem Hörsaal in die freie Wirtschaft
  11. Das Co-Working-Modell: Du kannst etwas, ich kann etwas, zusammen sind wir eine Firma
  12. Das Nachfolge-Modell: Übernimm eine vorhandene Firma
  13. Das Franchise-Modell: Zahle Gebühren für die Geschäftsidee
  14. Das Verkaufs-Modell: Nimm ein vorhandenes Produkt, verkaufe es besser!
  15. Das Marken-Modell: Nimm ein beliebiges, austauschbares Produkt und forme um es herum eine Marke
  16. Das Wochenend-Modell: Nimm an einem StartUp-Weekend teil
  17. Das Wettbewerbs-Modell: Nimm an einem Businessplan-Wettbewerb teil
  18. Das Premium-Modell: Mache ein vorhandenes Produkt so gut, dass es das beste auf seinem Markt ist
  19. Das Nischen-Modell: Welche Nische wurde noch nicht bedient? Wie groß ist die Nische?
  20. Das Long-Tail-Modell: Schaffe einen Marktplatz, bei dem Du an jedem Verkauf mitverdienst
  21. Das Modell-Einfachheit: Nimm ein komplexes Produkt und mache es so einfach wie möglich
  22. Die Schnaps-Idee: Triff Dich mit Freunden und überlege mit ihnen, was ihr schon immer machen wollte. Tut es!
  23. Das Modell “Ich-bin-das-Modell”: Mach dich zur Marke
  24. Das billiger Modell: Suche Dir ein Produkt, produziere/verkaufe es so günstig wie kein anderer am Markt (z.B. KiK, Aldi etc.)
  25. Modell Bratwurst: Suche dir ein stinknormales Produkt, das in einem anderen Land eine Besonderheit ist
  26. Das Zulieferer-Modell: Suche dir ein erfolgreiches Produkt. Biete Services um dieses Produkt an (z.B. Phone-tuning/iPhone-Zubehör)
  27. Das Retro-Modell: Alle Trends kommen eines Tages wieder. Alte Marken, Musik, Mode etc. (z.B. Brauner Bär, Atari)
  28. Das Second-Hand-Prinzip: Was einer nicht mehr braucht, könnte ein anderer brauchen
  29. Das Professionalisierungs-Prinzip: Spielst Du Fußball, kickerst Du, spielst mit der Carrera-Bahn? Mach daraus ein Geschäft! (z.B. Mobilracing)
  30. Das Lizenz-Modell: Besorg dir Lizenzen, die kein anderer hat, forme daraus ein neues Produkt (z.B. Lillifee-Bettzeug etc.)
  31. Das Freelanzer-Modell: Mach dasselbe, was du als Festangestellter gemacht hast. Nun aber selbstständig.
  32. Das Prinzip intelligenter Cluster: Tut Euch zusammen! Bäcker und Wurstwaren, Frisör und Nagelstudio, Café und Buchladen
  33. Das Prinzip Dienst am Menschen: Wie kannst Du Menschen weiterhelfen, indem Du da bist und zuhörst
  34. Das Wikipedia-Prinzip: Lass den Kunden entscheiden, was Du tust (z.B. Blowfly von Brewtopia: Die Community entwickelt das Bier)
  35. Das Kommunikations-Modell: Der Mensch ist ein soziales Wesen. Welches Produkt könnte das aufnehmen? (z.B. alle Formen von Social-Networks)
  36. Das Use-Case-Modell: Nimm ein bekanntes Produkt. Finde einen neuen Use-Case (Ein sehr schönes Beispiel ist der Snuggie, ein Freizeitmantel aus den USA.  Eine Stanford-Vorlesung widmet ihm einen ganzen Abschnitt.)
  37. Das Nutzer-Modell: Nimm ein bekanntes Produkt. Finde neue Nutzer (da passt auch der Snuggie sehr gut zu)
  38. Das Mobilitäts-Modell: Der Mensch ist ein mobiles Wesen. Was heißt das für die Zukunft?
  39. Das Zufallsmodell: Mach alles mögliche. Stoße vieles an. Schau, worauf es Resonanz gibt.
  40. Der Blick über den Tellerrand: Übertrage erfolgreiche Konzepte von der einen Lebenswelt in die nächste (z.B. Controlling aus der Produktion auf Dienstleistungen)
  41. Jeder kann ein Künstler sein: Suche und entwickle ein Produkt an, mit dem Menschen ihre Kreativität ausleben können, ohne Mozart zu sein (z.B. Guitar Hero)
  42. Das Tellerwäscher-Modell: Suche nach einem Dienst, den jemand erledigen muss, aber niemand gerne übernimmt (Wie heißt es so schön: Geld gibt es meistens dafür, was keinen Spaß macht)
  43. Das VolxPreneuer-Modell: Biete anderen die Möglichkeit, selbst als Unternehmer zu arbeiten (z.B. Dawanda)
  44. Gründen im Handwerk: Lerne einen ordentlichen Beruf. Mach Dich dann selbstständig.
  45. Das Team-Prinzip: Ihr passt perfekt zusammen. Zusammen findet ihr die Gründungsidee, die zu Euch passt.
  46. Das Problemlösungs-Prinzip: Jemand hat ein Problem, Du kannst es lösen
  47. Das Konfrontationsmodell: Such Dir ein Unternehmen als Gegner. Sei besser!
  48. Das Social-Entrepreneur-Modell: Verfolge einen guten Zweck! Mach damit Geld.
  49. Das Punk-Prinzip: Sei dagegen! Mach damit Geld. (z.B. Vivienne Westwood)
  50. Das Individualitäts-Prinzip: Nimm ein herkömmliches Produkt. Lass es für jeden Nutzer einzigartig sein. (z.B. Die individuelle Tageszeitung von Syntops)

Besonders gut hat uns das Modell Nr. 47 gefallen: Das Konfrontationsmodell.

Warum sollte man sich auch in der Nische verstecken? Ein Dozent von mir hat mal gesagt: In Nischen ist es meist dunkel, staubig und es kommt selten jemand vorbei. Da ist es doch ein weitaus motivierender Gedanke zu sagen: Ich habe einen ganz klaren Gegner. An dem orientiere ich mich. Ich will besser und erfolgreicher sein, als er. Ein solches Ziel kann über manchen trüben Tag im Gründerdasein hinweghelfen. (ftx)

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Comments

One Response to “50 Wege zur Geschäftsidee”

  1. Sebi
    September 29th, 2011 @ 16:03

    Was für ein Brainstorming – danke!

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