Neues aus der Aktentasche

Der Blog für junge Selbstständige und Berufseinsteiger

Was ist eine Marke? Und brauch ich so etwas als Gründer?

Posted on | November 30, 2010 | No Comments

Bevor die Marke entwickelt wird, sollten sich Existenzgründer ein wenig Zeit nehmen, um über Markenidentität und Markenversprechen nachzudenken.

Rockband (Foto: bluefeeling / pixelio.de)

Rockband (Foto: bluefeeling / pixelio.de)

Wer einmal eine Band gegründet hat, kennt dieses Phänomen: Kaum steht der Bandname fest, muss auch schon ein Logo her, ein einprägsames Zeichen mit dem man die Band identifiziert. Dieses Logo, so der Plan, soll dann auf T-Shirts, auf Flyer, auf Plakate, auf die CD, auf die Bandwebseite, auf das Schlagzeug, als Aufkleber auf Gitarren und Verstärker und so weiter. Der Wunsch, die Band zur Marke zu machen, ist übermächtig. Und kann auch für Außenstehende ganz schön auf die Nerven gehen.

Wie für die Band zu Jugendzeiten heißt häufig auch für junge Gründer eine der wichtigsten Fragen: Wie nennen wir uns? Was ist unser Logo? Der Instinkt sagt einem, dass nur, wer ein Zeichen hat, auch auf dem Markt wahrgenommen wird. Doch wie packt man das an, ohne dass es albern wird und ohne dass Rückfälle in alte Schulbandzeiten drohen? Es lohnt sich, einmal in die Markentheorie hineinzuschnuppern, bevor man anfängt, wild Logos auf Karopapier zu kritzeln.

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101 Leitlinien für die digitale Welt

Posted on | Oktober 28, 2010 | 1 Comment

Stil und Anstandsformen für die digitale Welt von der Deutschen Telekom. Insgesamt sind unter der Domain eetiquette.de 101 Regeln nachzulesen. Wer das braucht? Leider schwankt die Liste der eEtiquette zwischen Plattitüden und unverständlichem Geschwafel.

Ratschläge wie dieser lösen bei mir Stirnrunzeln aus:

Tipp Nr. 60: “Du könntest es bereuen, dich mit nahen Verwandten, Ex-Partnern oder deinem Chef in sozialen Netzwerken anzufreunden. Überlege es dir gut.”

Dass das keine gute Idee ist, erschließt sich wohl von selbst, oder?

Tipp Nr. 5: “Sollte Deine Email einem Epos gleichen, gestehe dies aus Achtung gegenüber geduldigen Lesern ein.”

Verstehe ich nicht. Soll ich in den Betreff “Vorsicht! Epos!” schreiben?

Tipp Nr. 51: “Du besitzt Dein Handy um in Kontakt zu bleiben. Es verärgert andere, wenn Du nie erreichbar bist.”

Vielleicht ärgert sich jemand, wenn ich nicht um 1.30 Uhr ans Handy gehe. Gleichzeitig bin ich aber auch nicht der Leibeigene moderner Kommunikationswege. Nur weil ich eine Telefonnummer habe, heißt das lange nicht, dass ich 24 Stunden am Tag erreichbar sein muss (vgl. Schirrmacher, Payback)

Doch bei aller Kritik: Es gibt immer noch viele Menschen, die sich in Emails lieber lang als kurz äußern, die nicht zum Punkt kommen und für jeden Quatsch zehn Leute ins CC nehmen. Über Stil nachzudenken ist also nicht verkehrt. Ob es gerade auf den Seiten der eEtiquette sein sollte, ist hingegen fraglich. (ftx)

Perfektion im Unperfekten oder: Es gibt kein ‘richtig’ beim falschen Kunden

Posted on | Oktober 27, 2010 | No Comments

Im Freitexter-Büro. C. hat einen Anruf von seinem Auftraggeber. Es geht um Kleinigkeiten. Dennoch ist der Auftraggeber geladen. C. bekennt sich schuldig im Sinne der Anklage. Allein schon, um seine Ruhe zu haben. Als er auflegt, formulierte er dann folgenden Gedanken:

“Was hilft es, das Fenster auf den Nanometer genau an der geplanten Stelle einzubauen – wenn doch schon die ganze Statik des Hauses nicht stimmt und beim bloßen Draufschauen klar ist, dass es bald einstürzt.”

C. ist kein Architekt. Und bei seinem Business geht es auch nicht um Häuser. Aber manchmal entsteht doch der Eindruck, dass sich Menschen in Details verbeißen, ohne zu erkennen, dass schon das von ihnen selbst entwickelte Konzept dahinter im Großen und Ganzen totaler Murks ist.

Ich kenne es selbst aus verschiedenen Unternehmen. Was wurde bei einem großen Medienkonzern nicht für ein Theater gemacht, wenn anstelle des Gedankenstrichs versehentlich der kürzere Bindestrich verwendet wurde. Gleichzeitig hatte der Konzern auf folgende Fragen keine Antwort:

  • Wer ist unsere Zielgruppe?
  • Was ist unser Produkt?
  • Wie kommt unser Produkt zur Zielgruppe?
  • Und wie, um Himmelswillen, verdienen wir damit Geld?

Die Folge: Sinkende Verkaufszahlen, Umsatzrückgang und später Stellenkürzungen. Aber die Fehlerquote bei der Verwendung von Gedankenstrichen lag geschätzt bei unter einem Prozent.

Man kann das Ganze natürlich auch etwas plakativer und kürzer mit dem bekannten Adorno-Zitat ausdrücken:

“Es gibt kein richtiges Leben im Falschen“.

Ich würde das mal wie folgt abwandeln: “Es gibt kein ‘richtig’ beim falschen Kunden”. (ftx)

Ekkehard D. Schulz und seine “55 Gründe Ingenieur zu werden”

Posted on | September 24, 2010 | 1 Comment

Um den Fachkräftemangel müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Schließlich haben wir Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG, der “55 Gründe, Ingenieur zu werden” kennt.  Punkt Nr. 6 wird letztendlich auch den letzten Technikfeind überzeugen: “Ingenieure haben beste Chancen bei Frauen“. Kaum zu glauben, dass dieses Werk ernst gemeint ist. Aus dem Buch:

Ingenieure haben auch einen praktischen Vorteil: Sie bringen ein Grundverständnis für technologische Zusammenhänge mit, was im Alltag oft nützlich ist. Sie können einen Hammer von einer Säge unterscheiden, wissen, wie ein Toaster funktioniert und ersetzen den Handwerker im Haus.

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Freiberufler und Selbstständige: Ohne Angst in die Betriebsprüfung

Posted on | September 7, 2010 | No Comments

Wirklich willkommen sind sie nie, die Betriebsprüfer. Im Jahr 2009 waren mehr als 13 000 Prüfer im Einsatz und haben sich von rund 200 000 Unternehmen die Unterlagen zeigen lassen.

Bei der Buchprüfung wird mit spitzem Bleistift gerechnet

Bei der Buchprüfung wird mit spitzem Bleistift gerechnet

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Druckproblemen mit dem Brother Drucker DCP-185C

Posted on | Juli 17, 2010 | No Comments

Wenn es um das richtige Werkzeug geht, muss man auch mal sagen, was definitiv nicht das richtige Werkzeug ist. Beim Drucker kann ich inzwischen sagen: Der Brother DCP-185 C gehört zu meinen “Top-5-Geht-Gar-Nicht”. Vor etwa einer Woche tauchte folgendes Problem auf: Ich stellte den Drucker an und anstatt treu und ergeben zu surren und meinen Text auszudrucken, blinkte er mich aggressiv mit einem rot-orangenem Warn-Ausrufezeichen an. Druck unmöglich. Der Grund: Keine gelbe Farbe mehr.

Nun hatte ich allerdings keinesfalls vor, mir eine Sonnenblume oder eine Karrotte oder ähnliches auszudrucken. Read more

Vom Sinn und Unsinn eines guten Plans für den Tag

Posted on | Juli 16, 2010 | No Comments

Bin heute morgen aufgewacht und habe mir einen minutiösen Plan für den Tag gemacht. Um 9.00 Uhr ins Büro, Textkonzeption bis 9.45 Uhr. Interviews bis 11.00 Uhr. Text schreiben bis 13.00 Uhr. Gespräch mit der Steuerberaterin, bis 15.00 Uhr. Team-Meeting um 15.45 Uhr. Von 17.00 bis 18.00: Text weiter schreiben, redigieren und abschicken.

Um exakt 9.00 Uhr betrete ich das Büro, um 9.05 öffne ich meinen Email-Account. 9.07 erhalte ich eine Email. Spätestens 9.10 Uhr war mein Tag im Eimer, weil einer meiner Projekt-Partner non-chalant mitgeteilt hat, er würde aus dem Projekt aussteigen. Telefonkonferenz um 9.30 Uhr. Krisenmeeting bis 10.45 Uhr. Entwicklung neuer Strategie bis 11.30 Uhr. Von 12.00 bis 13.00 Uhr Recherche nach neuen Kooperationspartnern. Danach wieder Meeting. 14.30 Uhr: Neue Strategie.

Da alle noch mit anderen Dingen ihr Geld verdienen, muss die Diskussion um 15.00 abgebrochen werden. Seitdem Versuche, für ein Interview in meinem eigentlichen Job noch Gesprächspartner zu erreichen. Alle schon im Feierabend. So viel zu Plänen. (ftx)

Mit treibhaus 0.8 auf Odyspree

Posted on | Juli 8, 2010 | No Comments

In 140 Zeichen eine Odyssee. Wer das schafft, hat Aussicht auf einen Platz bei der Odyspree-Bootstour des Ausbildungsganges Treibhaus 0.8 in Berlin. Im Treibhaus können sich junge Kreative zum Agenturkonzeptioner weiterbilden lassen. Da gehört ein kreatives Event natürlich zum guten Ton, wenn man das Konzept vorstellen möchte. Die Teilnehmer entwickeln während einer Bootstour ihre ganz eigenen Dramen und Illiaden, die dann am Ende des Tages von Mitgliedern verschiedener Improvitiationstheater vorgeführt werden. Ob das jetzt alles so wahnsinnig innovativ und kreativ ist, mag mal dahin gestellt sein. Spricht meines Erachtens aber nichts dagegen (wenn man jung, kreativ und an Agenturarbeit interessiert ist), da mal vorbeizuschauen und einen bestimmt netten Tag zu verbringen.

Tweets sind noch bis zum 17. Juli möglich. Die Veranstaltung selbst soll am 29. Juli stattfinden. (ftx)

Conrad verfolgt mich oder: Der Fluch des Klettverschlusses

Posted on | Juni 18, 2010 | No Comments

Ich werde verfolgt. Wo ich bin, ist es schon da. Klingt paranoid. Ist es vielleicht auch. Ich surfe durchs Netz und es begleitet mich wie ein Schatten. Ist es ein Fluch? Nein, es ist ein Klettverschluss mit selbstklebender Klebefläche. Hatte mir erlaubt, nach diesem Artikel zu suchen. Auf der Conrad-Seite. Und jetzt das: Auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen: Klettverschluss. Auf der Seite der Stuttgarter Nachrichten: Klettverschluss. Die Augsburger Allgemeine: Klettverschluss. Immer dieselbe Werbung. Was hab ich verbrochen, dass mich dieses Produkt jetzt mein ganzes Leben lang verfolgt? Als ob ich Tag ein, Tag aus an nichts anderes denken würde, als an Klettverschlüsse. Als hätte ich in meinem ganzen Leben nichts anders gekauft. Das ist doch verrückt! Bitte Conrad, lass das aufhören. Dynamische Werbeformen schön und gut, die Interessen des Käufers abchecken, ok, aber so was? Das geht zu weit. Die hängen ja an mir wie… Oh Gott, da ist es wieder: Klettverschluss. (ftx)

Schutz vor Einbruch in die Bürogemeinschaft

Posted on | Juni 9, 2010 | No Comments

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema “Einbruch”. Wie können sich Unternehmen dagegen schützen, dass über Nacht Geschäftsräume leergeräumt werden? Schließlich sind Computer und Laptops beliebte Objekte bei Diebstählen. Informationen, was man dagegen tun kann, sind ganz gut auf der Internetseite “Nicht bei mir”, einer Initiative der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und einiger Verbände aufbereitet. Eine schöne Übersicht zum Thema gibt auch ein kurzes Interview mit einer Sicherheitsexpertin, das auf der Homepage der Allianz veröffentlicht wurde.

Obacht, wenn plötzlich ungebetene Gäste im Büro stehen

Bei den Recherchen ist mir eingefallen, wie eines Tages einmal ein junger Mann mitten bei uns in der alten Bürogemeinschaft in Berlin stand. Er hatte nicht angeklopft, sondern stand da und machte dann anstallten, sich unsere Räume anzuschauen (gab zwar nur einen, ansonsten Küche und Klo, aber das wusste er ja nicht). Er sagte: “Praktikum?” Naja, so was kann in Berlin schon mal passieren. Also fragten wir ihn, bei wem er denn ein Praktikum machen wollte. Er sagte. “Ja, Praktikum Pilot.” So was passiert nun weniger häufig in Berlin (eher in Frankfurt?).

Wie dem auch sei, er babbelte weiter von seinem Praktikum, checkte dabei aber ganz genau ab, wie es bei uns im Büro aussah. Er machte eigentlich auch einen rundum geistig gesunden Eindruck. Irgendwann hielten wir es nicht mehr aus und schmissen ihn aus dem Büro.

Dann wurde uns mulmig. Einige von uns hatten vorher schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht: Damals war am nächsten Tag das Büro leer geräumt. Alle Computer mitgenommen. Also überlegten wir, was zu tun ist. Die Entscheidung: Wir bauten alle Geräte ab, packten sie in einen Kombi und fuhren sie zu einem von uns nach Hause. Das war gar nicht so leicht. Schließlich waren viele Computer schon mit Betonplatten verschraubt, so dass sie nicht so einfach wegzuschleppen waren. Aber die Angst, dass mögliche Einbrecher aus lauter Wut die Hardware kaputtmachten, war größer.

Die Geräte bauten wir vier Tage später wieder auf. Am gleichen Tag installierte ein Monteur unsere neue Alarmanlage. Ein paar Monate später zogen wir aus unserem Ladenlokal in eine Fabriketage, im dritten Stock, mit dreifach verriegelbaren Türen.

An dem Abend mit dem Pseudo-Praktikanten hatten wir übrigens bei der Berliner Polizei angerufen um zu fragen, was in solchen Situationen zu tun sei. Die nette Beratung von damals möchte ich an dieser Stelle noch einmal lobend erwähnen. Die Polizei hat für Fragen des Einbruchsschutzes übrigens eine eigene Internetseite. (ftx)

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