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Incentives im Kinderzimmer

Posted on | Mai 12, 2009 | 1 Comment

Ich bin bei meinen Recherchen zu Bonus/Malus-Vergütungssystemen auf diesen Artikel in der Schweizer Zeitung 20 Minuten gestoßen. Der Tenor: Taschengeld für Kinder soll verlässlich sein. Mehr Taschengeld gibt keine besseren Noten. Also: Hände weg von Incentives im Kinderzimmer (hat schon bei den Banken nicht funktioniert!). (ftx)

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Comments

One Response to “Incentives im Kinderzimmer”

  1. Daniel
    Mai 12th, 2009 @ 21:09

    Doch, es gibt natürlich “Incentives”, also Anreize, aber die müssen nicht unbedingt monetär sein, also aus Geld bestehen.

    Tyler Cowen (marginalrevolution.com) hat dazu ein Buch geschrieben und gibt drei Szenarien an, über die man nachdenken kann:

    1) Die Geschirr-Abspühl-Geschichte, die im wesentlichen deine ist: mit Geld bekommt man Kinder nicht dazu, ordentlich abzuspülen.

    2) Die Autokauf-Geschichte: der klassische Fall, wo eine Sache ohne Geld eben nicht läuft.

    3) Die Diplomaten-Parken-in-New-York-Geschichte, die im wesentlichen darauf aufbaut, das man früher UN-Diplomaten ihre Parkzettel erlassen hat: damit haben viele UN-Diplomaten falsch geparkt, aber erstaunlich ist die Verteilung: Diplomaten aus dubiosen Ländern mit hohen Korruptionsraten wurden viel öfter beim Falschparken erwischt als Niederkorruptionsländer. Dann wurden Strafen eingeführt und die Parkverstöße gingen zurück, aber die Verteilung blieb ähnlich. Fazit: an manchen Stellen spielt die Kultur einfach eine nennenswerte Rolle.

    Anreize gibt es in jedem der Szenarien, aber es ist eben nicht immer Geld. Geld ist manchmal auch kontraproduktiv für irgendwas, nehmen wir romantischen Sex. Der ist nicht (wenigstens nicht direkt) käuflich und wenn man es versucht, dann ruiniert man das Erlebnis vorweg. Hier ist einfach die knappe Ressource nicht Geld, sondern irgendwas anderes (Zuwendung? Humor? Liebe? So was halt.).

    Und darüber muss man sich eben immer als guter Ökonom Gedanken machen: was ist die knappe Ressource? Damit bezahlt man am besten.

    Kinder also Zuwendung zu geben (“bezahlen”) und sie für etwas zu loben, was sie erst erreichen sollen, scheint übrigens die beste Strategie zu sein.

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