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Intelligente Schwärme

Das nächste große Ding (um es mit Holm Friebe und Kathrin Passig zu sagen) hat es jetzt auch ins Establishment geschafft: Projektwirtschaft. Die Deutsche Bank räumt dieser Wirtschaftsform einen Anteil an der gesamten deutschen Wertschöpfung von rund 15 Prozent im Jahr 2020 ein. Und widmet ihr ein halbes Dutzend Seiten im Zukunftsbericht „Die Wirtschaft Deutschlands 2020“. Projektwirtschaft definiert das Unternehmen als „kooperative Wertschöpfung in organisatorisch und rechtlich eigenständigen, temporären Projekten.“ Zusammenarbeit von Spezialisten auf Zeit.

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Aus dem Bericht:

– In der Projektwirtschaft bringt jeder einen Teil des Puzzles ein
– Projektwirtschaft fördert Geschwindigkeit und Flexibilität, weil Projektgesellschaften nur so lange wie nötig existieren
– Projektwirtschaft ermöglicht die Diversifikation von Risiken, weil Unternehmen „ihre (Projekt-)Eier in mehrere Körbe legen“ können
– Projektwirtschaft fördert Innovation wegen immer neuer Teams

Das hört sich stark nach „Wir nennen es Arbeit“ an, dem Freiberufler Manifest von Holm Friebe und Sascha Lobo. Und wer weiß: Vielleicht sitzt der eine oder andere Banker ja auch am Mittwochvormittag im Sankt Oberholz, versonnen auf sein McBook starrend, vielleicht an einem Espresso nippend, und träumt verschämt von einer Existenz als Selbstständiger.

Über den Autor Henning Zander

Henning Zander ist Wirtschaftsjournalist und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV). Er arbeitet u.a. für FOCUS-Business, Legal Tribune Online und das Anwaltsblatt. Er ist Autor des Buches Startup für Einsteiger

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