Neues aus der Aktentasche

Informatives und Skurriles aus Wirtschaft und Arbeitswelt

Druckproblemen mit dem Brother Drucker DCP-185C

Posted on | Juli 17, 2010 | No Comments

Wenn es um das richtige Werkzeug geht, muss man auch mal sagen, was definitiv nicht das richtige Werkzeug ist. Beim Drucker kann ich inzwischen sagen: Der Brother DCP-185 C gehört zu meinen Top 5 “Geht-Gar-Nicht”. Vor etwa einer Woche tauchte folgendes Problem auf: Ich stellte den Drucker an und anstatt treuergeben zu surren und meinen Text auszudrucken, blinkte er mich aggressiv mit einem rot-orangenem Warn-Ausrufezeichen an. Druck unmöglich. Der Grund: Keine Gelbe Farbe mehr.

Nun hatte ich allerdings keinesfalls vor, mir eine Sonnenblume oder eine Karrotte oder was es sonst noch gelbes gibt, auszudrucken. Read more

Vom Sinn und Unsinn eines guten Plans für den Tag

Posted on | Juli 16, 2010 | No Comments

Bin heute morgen aufgewacht und habe mir einen minutiösen Plan für den Tag gemacht. Um 9.00 Uhr ins Büro, Textkonzeption bis 9.45 Uhr. Interviews bis 11.00 Uhr. Text schreiben bis 13.00 Uhr. Gespräch mit der Steuerberaterin, bis 15.00 Uhr. Team-Meeting um 15.45 Uhr. Von 17.00 bis 18.00: Text weiter schreiben, redigieren und abschicken.

Um exakt 9.00 Uhr betrete ich das Büro, um 9.05 öffne ich meinen Email-Account. 9.07 erhalte ich eine Email. Spätestens 9.10 Uhr war mein Tag im Eimer, weil einer meiner Projekt-Partner non-chalant mitgeteilt hat, er würde aus dem Projekt aussteigen. Telefonkonferenz um 9.30 Uhr. Krisenmeeting bis 10.45 Uhr. Entwicklung neuer Strategie bis 11.30 Uhr. Von 12.00 bis 13.00 Uhr Recherche nach neuen Kooperationspartnern. Danach wieder Meeting. 14.30 Uhr: Neue Strategie.

Da alle noch mit anderen Dingen ihr Geld verdienen, muss die Diskussion um 15.00 abgebrochen werden. Seitdem Versuche, für ein Interview in meinem eigentlichen Job noch Gesprächspartner zu erreichen. Alle schon im Feierabend. So viel zu Plänen. (ftx)

Mit treibhaus 0.8 auf Odyspree

Posted on | Juli 8, 2010 | No Comments

In 140 Zeichen eine Odyssee. Wer das schafft, hat Aussicht auf einen Platz bei der Odyspree-Bootstour des Ausbildungsganges Treibhaus 0.8 in Berlin. Im Treibhaus können sich junge Kreative zum Agenturkonzeptioner weiterbilden lassen. Da gehört ein kreatives Event natürlich zum guten Ton, wenn man das Konzept vorstellen möchte. Die Teilnehmer entwickeln während einer Bootstour ihre ganz eigenen Dramen und Illiaden, die dann am Ende des Tages von Mitgliedern verschiedener Improvitiationstheater vorgeführt werden. Ob das jetzt alles so wahnsinnig innovativ und kreativ ist, mag mal dahin gestellt sein. Spricht meines Erachtens aber nichts dagegen (wenn man jung, kreativ und an Agenturarbeit interessiert ist), da mal vorbeizuschauen und einen bestimmt netten Tag zu verbringen.

Tweets sind noch bis zum 17. Juli möglich. Die Veranstaltung selbst soll am 29. Juli stattfinden. (ftx)

Conrad verfolgt mich oder: Der Fluch des Klettverschlusses

Posted on | Juni 18, 2010 | No Comments

Ich werde verfolgt. Wo ich bin, ist es schon da. Klingt paranoid. Ist es vielleicht auch. Ich surfe durchs Netz und es begleitet mich wie ein Schatten. Ist es ein Fluch? Nein, es ist ein Klettverschluss mit selbstklebender Klebefläche. Hatte mir erlaubt, nach diesem Artikel zu suchen. Auf der Conrad-Seite. Und jetzt das: Auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen: Klettverschluss. Auf der Seite der Stuttgarter Nachrichten: Klettverschluss. Die Augsburger Allgemeine: Klettverschluss. Immer dieselbe Werbung. Was hab ich verbrochen, dass mich dieses Produkt jetzt mein ganzes Leben lang verfolgt? Als ob ich Tag ein, Tag aus an nichts anderes denken würde, als an Klettverschlüsse. Als hätte ich in meinem ganzen Leben nichts anders gekauft. Das ist doch verrückt! Bitte Conrad, lass das aufhören. Dynamische Werbeformen schön und gut, die Interessen des Käufers abchecken, ok, aber so was? Das geht zu weit. Die hängen ja an mir wie… Oh Gott, da ist es wieder: Klettverschluss. (ftx)

Schutz vor Einbruch in die Bürogemeinschaft

Posted on | Juni 9, 2010 | No Comments

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema “Einbruch”. Wie können sich Unternehmen dagegen schützen, dass über Nacht Geschäftsräume leergeräumt werden? Schließlich sind Computer und Laptops beliebte Objekte bei Diebstählen. Informationen, was man dagegen tun kann, sind ganz gut auf der Internetseite “Nicht bei mir”, einer Initiative der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und einiger Verbände aufbereitet. Eine schöne Übersicht zum Thema gibt auch ein kurzes Interview mit einer Sicherheitsexpertin, das auf der Homepage der Allianz veröffentlicht wurde.

Obacht, wenn plötzlich ungebetene Gäste im Büro stehen

Bei den Recherchen ist mir eingefallen, wie eines Tages einmal ein junger Mann mitten bei uns in der alten Bürogemeinschaft in Berlin stand. Er hatte nicht angeklopft, sondern stand da und machte dann anstallten, sich unsere Räume anzuschauen (gab zwar nur einen, ansonsten Küche und Klo, aber das wusste er ja nicht). Er sagte: “Praktikum?” Naja, so was kann in Berlin schon mal passieren. Also fragten wir ihn, bei wem er denn ein Praktikum machen wollte. Er sagte. “Ja, Praktikum Pilot.” So was passiert nun weniger häufig in Berlin (eher in Frankfurt?).

Wie dem auch sei, er babbelte weiter von seinem Praktikum, checkte dabei aber ganz genau ab, wie es bei uns im Büro aussah. Er machte eigentlich auch einen rundum geistig gesunden Eindruck. Irgendwann hielten wir es nicht mehr aus und schmissen ihn aus dem Büro.

Dann wurde uns mulmig. Einige von uns hatten vorher schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht: Damals war am nächsten Tag das Büro leer geräumt. Alle Computer mitgenommen. Also überlegten wir, was zu tun ist. Die Entscheidung: Wir bauten alle Geräte ab, packten sie in einen Kombi und fuhren sie zu einem von uns nach Hause. Das war gar nicht so leicht. Schließlich waren viele Computer schon mit Betonplatten verschraubt, so dass sie nicht so einfach wegzuschleppen waren. Aber die Angst, dass mögliche Einbrecher aus lauter Wut die Hardware kaputtmachten, war größer.

Die Geräte bauten wir vier Tage später wieder auf. Am gleichen Tag installierte ein Monteur unsere neue Alarmanlage. Ein paar Monate später zogen wir aus unserem Ladenlokal in eine Fabriketage, im dritten Stock, mit dreifach verriegelbaren Türen.

An dem Abend mit dem Pseudo-Praktikanten hatten wir übrigens bei der Berliner Polizei angerufen um zu fragen, was in solchen Situationen zu tun sei. Die nette Beratung von damals möchte ich an dieser Stelle noch einmal lobend erwähnen. Die Polizei hat für Fragen des Einbruchsschutzes übrigens eine eigene Internetseite. (ftx)

Coworking-Space in Hannover soll im Juli starten

Posted on | Mai 21, 2010 | 2 Comments

Nun ist es fast ein Jahr her, dass ich nach Hannover zog und in diesem Blog den Artikel “Tisch, Telefon, Internet – und ein paar Leute mit denen man sich gut versteht” schrieb. Darin hatte ich bemängelt, dass es das Konzept “Coworking-Space” in Berlin zwar in den unterschiedlichsten Ausführungen gibt, Hannover in dieser Hinsicht allerdings leider nichts ähnliches zu bieten hatte.

Hatte!

Denn eben habe ich entdeckt, dass sich tatsächlich eine kleine Truppe gefunden hat, um einen Coworking Space in Hannover aufzubauen. Das “Going live”, wie es auf der Homepage der Coworker steht, soll am 1. Juli stattfinden. Inspiriert wurden die Gründer vom Betahaus in Berlin, das mir selbst aus Recherchen noch sehr gut in Erinnerung ist. Die Bilder auf der Homepage vom neuen Zentrum sehen schon sehr nett aus. Ich wünsche den Gründern alles Gute!

(ftx)

Fablabs – Atome sind die neuen Bits

Posted on | April 28, 2010 | No Comments

Bau Dir Deinen Traum – so könnte man den Ansatz der Fablabs bezeichnen. Hier treffen sich interessierte Laien um mit Lasern und Plottern 3-D-Modelle zu schaffen.

Zum ersten Mal bin ich auf das Rapid Prototyping im Buch “Marke Eigenbau” von Holm Friebe und Thomas Ramge gestoßen. Ein wenig funktioniert es wie der Replikator bei Star Trek. Ich möchte gerne den Eifelturm in Miniaturformat – bitte schön, da ist er auch schon. Das Ganze funktioniert über Plotter, die nach einem 3-D-Modell in einem Computer Partikel auf einander schichten. Bisher war die Technik sehr teuer und nur Spezialisten vorbehalten. In den vergangenen Jahren sind die entsprechenden Maschinen jedoch sehr viel günstiger und auch handlicher geworden, so dass sie auch von Laien verwendet werden können. Read more

Bei Versicherungen wegen Berufsunfähigkeit aufpassen: Selbstständige haben Pflicht zur Umorganisation

Posted on | April 16, 2010 | No Comments

Versicherungen sind ja schon eine seltsame Sache, schließlich bezahlt man für ein Ereignis, von dem man eigentlich wünscht, dass es niemals eintreten werde. Das hat oft ja seine Berechtigung. Ich möchte keinesfalls sagen, dass Krankenversicherungen, Rentenversicherungen und Haftpflicht nicht ihre Berechtigung hätten. Aber bei der Institution der Berufsunfähigkeitsversicherung bin ich mir da keinesfalls sicher.

Scheinbare Sicherheit

Denn die Berufe, die es am nötigsten hätten, nämlich alle mit einer starken körperlichen Belastung, etwa im Handwerk auf dem Bau oder ähnliches, werden mit so hohen Risikozuschlägen belastet, dass der Abschluss einer vernünftigen Police kaum bezahlbar ist. Die vielen anderen in ihren Bürojobs können sich den Abschluss vielleicht leisten, aber in sehr vielen Fällen bringt er ihnen wenig. Sei es, weil sie durch abstrakte Klauseln auf einen zumutbaren Job in einem völlig anderen Beruf verwiesen werden oder sie aus Versehen auf undurchsichtige Fragen zu ihrem Gesundheitszustand falsch geantwortet haben. Warauf man achten sollte, steht sehr schön beschrieben in einem Text der Stiftung Warentest zu den Tücken der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Text steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Als ich den Text las, bin ich auch auf die Pflicht für Selbstständige zur Umorganisation gestoßen. Zuerst müssen sämtliche Möglichkeiten innerhalb einer Firma ausgeschöpft sein, die Aufgaben des Chefs auf andere Schultern zu verteilen. Erst wenn das nicht möglich ist, springt die Versicherung ein. Dafür will sie im Regelfall, dass der Selbstständige vor ihr seine Firmenstruktur entblöst. Ist ja auch aus ihrer Sicht selbstverständlich. Aber ob man das als Selbstständiger so will, ist eine völlig andere Frage. Gut zusammengefasst ist diese Problematik auf der Webseite Anwalt.de in einem Artikel des Rechtsanwalts Uwe Klatt. Ein Paar Rechtsfälle und Urteile veranschaulichen die Lage.

Ist also die Frage, wie viel Sicherheit man will und ob nicht die Sicherheit einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine vorgegaukelte ist. Mit der Lebenswirklichkeit vieler Selbstständige hat das sowieso nichts zu tun. Da herrscht die Haltung: Arbeiten bis zum Herzinfarkt. Unter solchen Umständen sollte dann wohl eher doch eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden. (ftx)

Ausbildung in Zeitarbeitsfirmen – Eine Geschichte mit mehreren Wendungen

Posted on | März 31, 2010 | 1 Comment

Zeitarbeit hat einen schlechten Ruf. Ihr wird vorgeworfen, Löhne zu drücken und ein Mittel zu sein, den Kündigungsschutz von Mitarbeitern zu umgehen. Viele tausend Zeitarbeiter werden dauerhaft in großen Unternehmen eingesetzt und arbeiten dort so, als wären sie Kollegen wie alle anderen. Nur nicht zu denselben Konditionen.

Nun bin ich auch eine neue Wendung gestoßen. Ein großes Deutsches Zeitarbeitsunternehmen bietet bei sich Ausbildungsplätze an. Jedoch nicht in der Verwaltung, im kaufmännischen Bereich, wie man erwarten könnte, sondern in technischen Berufen bishin zum Flugzeugmechaniker. Nun ist es allerdings so, dass die Zeitarbeitsfirma gar keine eigenen Flugzeuge oder der Branche entsprechenden Maschinen hat. Geschweigedenn einen für diesen Bereich qualifizierten Ausbilder. Nein, die Ausbildung wird in Partnerunternehmen durchgeführt.

Meine erste Reaktion: Jetzt wird auch noch die Ausbildung ausgelagert. Damit die Firmen sagen können: “Seht her, wir tun was für die Zukunft”. Obwohl keiner der jungen Menschen wirklich zum Betrieb gehört. Doch so einfach ist die Lage nicht. Anstatt mit der Vermittlung billiger Azubis Geld zu verdienen, zahlt die Zeitarbeitsfirma den beteiligten Unternehmen einen gewissen Betrag, mit dem die Unkosten, die bei der Ausbildung entstehen, gedeckt werden.

Der Grund: Bis 2012 habe man in bestimmten Bereichen, etwa der Flugzeugtechnik einen Fachkräftemangel ausgemacht, sagte mir ein Verantwortlicher. Da zu diesem Zeitpunkt vermutlich zu wenig Kräfte auf dem Markt für die Zeitarbeitsfirma zur Verfügung stünden, würde man vorsorglich ausbilden. Alle Azubis haben mit Beginn der Lehre die Zusage, von der Zeitarbeitsfirma unbefristet übernommen zu werden.

Ein Angebot, sehr viel besser, als es dem Ruf der Branche entspricht. (ftx)

qTranslate: Ein unglaubliches Werkzeug für mehrsprachige WordPress-Blogs

Posted on | März 22, 2010 | No Comments

Auf dieses PlugIn bin ich heute erst gestoßen. Ich bin gerade dabei, für meine kleine Gründung eine mehrsprachige Webseite zu bauen. Allerdings war mir lange Zeit nicht klar, wie ich diese Aufgabe mit WordPress würde bewältigen können. Ich hatte schon befürchtet, ich müsste einen Webseitenzwilling auf Englisch auf den Server laden. Und mühsam jede Webseite einzeln pflegen.

Geht alles viel einfacher!

Ich bin richtig begeistert von Qian Quins Tool qTranslate. Einfach als PlugIn hochladen. Und dann fröhlich mehrsprachig drauflos bloggen. Und so sieht es aus:

qTranslate

Englisch, Deutsch und Chinesisch sind voreingestellt. Andere Sprachen können zusätzlich hochgeladen werden. Will man einen neuen Artikel schreiben, öffnet sich eine Maske mit Eingabefeldern zu jeder Sprache (Überschrift und Haupttext). Die Benutzerführung ist dabei vorbildlich. Wenn alle Felder gefüllt sind, einfach wie sonst auch auf “Publizieren” drücken.

Automatisch ordnet nun die Webseite jedem User gemäß der Spracheinstellung seines Browsers die jeweiligen Inhalte zu. Wer aus Deutschland kommt, sieht deutsche Artikel, wer aus England kommt, sieht englische, usw. usf. Man kann aber auch einen ganz einfach Button zu einem Link setzen. Unter www.deinehomepage.de/en ist dann zum Beispiel alles auf Englisch.

Einfacher geht es definitiv nicht. Ein ganz großes Lob für dieses tolle PlugIn! (ftx)

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