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Wenn ich meinen Namen nenne… Oder: Die Zeitungsleserbande

Gestern habe ich eine der interessantesten Begründungen dafür gehört, dass jemand nicht will, dass sein Name in einem meiner Artikel erscheint:

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Gesprächspartner: „Wenn ich meinen Namen nenne, erscheint der ja auch bei Ihnen in der Zeitung. Dann können das ja andere Leute lesen.“

Freitexter: „So ist der Plan.“

Gesprächspartner: „Naja, so viele Leute gibt es ja nicht mit meinem Namen. Dann weiß man ja, dass ich das gesagt habe.“

Freitexter: „Mmmh.“

Gesprächspartner: „Dann lesen die Leute in der Zeitung, dass ich viel unterwegs bin. Und auch die, die das gar nicht wissen sollen.“

Freitexter: „Aha.“

Gesprächspartner: „Ich will nicht, dass bei mir eingebrochen wird.“

Freitexter:Sie glauben also wirklich, dass bei Ihnen eingebrochen wird, wenn Ihr Name in der Zeitung steht und ich schreibe, dass Sie in Ihrem Beruf viel unterwegs sind? Mannomann, das ist schon ganz schön paranoid. Ich glaube kaum, dass Einbrecher die Zeitung lesen und auf aussagekräftige Zitate untersuchen. Naja, gut, einen Namen für solche Typen hätte ich schon: Die Zeitungsleserbande.  Die haben dann alle T-Shirts an mit einem großen Z L B auf der Brust. Gut, dann kommt Ihr Name also nicht in die Zeitung. So was ist mir auch noch nicht passiert.

Über den Autor Henning Zander

Henning Zander ist Wirtschaftsjournalist und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV). Er arbeitet u.a. für FOCUS-Business, Legal Tribune Online und das Anwaltsblatt. Er ist Autor des Buches Startup für Einsteiger

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