Karriere

Handysoftware liest Visitenkarten

Visitenkarten sind ja ein wenig Spiegel der Seele. Zumindest, wenn man sie selbst gestaltet hat. Man will ja etwas von sich selbst überreichen. Viele Menschen setzen dabei ihrer Kreativität keine Grenzen und schaffen es, auf einer Fläche von 8,8 x 4,9 cm nicht nur ihren Namen und Adresse sondern auch ein Foto, Titel, Beruf, Universität, einen kurzen Werbespruch in eigener Sache, zwei Email-Adressen, einen Internetauftritt und rund zehn verschiedene Schrifttypen unterzubringen. Irgendwann würde ich gerne mal ein persönliches Best of meiner Lieblings-Visitenkarten präsentieren – ist allerdings ungewiss, ob ich dazu jemals die Erlaubnis meiner Kontakte bekommen würde.

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Nun habe ich entdeckt, dass es angeblich eine neue Software geben soll, mit der auch Handys Visitenkarten lesen können.

Einfach die Visitenkarte mit dem Handy-Foto abfotografieren, die neuen Kontaktdaten werden automatisch in das Adressverzeichnig eingetragen. Zudem soll der ABBYY Business Card Reader 2.0 laut Presseinformation insgesamt 16 Sprachen auseinander halten können.  Hört sich ja ganz spannend an. Solange ich allerdings ein Handy ohne Kamera habe, werde ich wohl weiter ganz altmodisch meine Visitenkarten in einen Karteikasten stecken. Bis jetzt habe ich dort auch noch jede Telefonnummer gefunden, die ich gesucht habe. Und an den Formen und Farben kann ich mich immer wieder freuen. (ftx)

Über den Autor Henning Zander

Henning Zander ist Wirtschaftsjournalist und externer Datenschutzbeauftragter (TÜV). Er arbeitet u.a. für FOCUS-Business, Legal Tribune Online und das Anwaltsblatt. Er ist Autor des Buches Startup für Einsteiger